8. September 2008

Berlin, Berlin (Tag 1)

Endlich in Berlin, Hauptstadtluft schnuppern. Schon sehr lange nicht mehr hier gewesen, Geli ist in der Zwischenzeit vermutlich 42 mal umgezogen und lebt jetzt Pankow. Zusammen mit Roberto bietet sie im Café EigenARtich Antiquitäten, Suppen, Kuchen und auch Lebenshilfe an. Obwohl es deutlich leerer ist, als ich es mir in meiner lebhaften Phantasie ausgemalt habe, so steht im Laden doch eine beeindruckende Menge Gerümpel. Trotzdem ist es sehr gemütlich und erinnert mich an eine Zeit die aus der Schwarz-Weiß-Photographie stammt. Wie vollkommen surreal wirkt der moderne iMac in dieser Kulisse. Da montags Ruhetag ist, habe ich das durchschnittliche EigenARtich Publikum noch nicht zu Gesicht bekommen. Aber das wäre vielleicht auch zu viel für einen Tag gewesen. Nach dem Frühstück waren wir Geocachen in Pankow. Mit einer Erfolgsquote von nur 50% bei 2 Caches. Der erste Cache war im Bürgerpark und der zweite an der Florastraße 87. Das Wetter spielte zum Glück mit, aber die erste Dose war einfach nicht aufzufinden. Geli meinte, dass der Cache wohl weg sein muss, aber diese Überheblichkeit habe ich nach einigen Misserfolgen längst abgelegt. Die erste Station des zweiten Caches ist auf dem Grundriß eines altes Hauses mit Möbeln aus Stein. Solch einen Ohrensessel sollte ich mir auch zulegen, aber vielleicht mit etwas weicherem Bezug. Abends waren wir in Berlin unterwegs und haben im Yellow Sunshine gegessen. Ein komplett vegetarisches, teils veganes Burger-Restaurant an der Grenze von Kreuzberg. Die Burger waren gut, aber ich habe schon bessere gesessen und über meine Trauer über den Tod des Gemüse Mäcs konnten sie mich nicht hinweg trösten, obwohl dieser Burger sicherlich sehr gesund gewesen ist, so fehlte mir doch etwas überzeugendes im Geschmack. Die Pommes waren sehr kurz, alles Bio halt, aber sehr lecker. Die Durchschnittslänge von 1,2 cm machte es aber unmöglich die golden Stäbchen Stummel in die Dips zu tauchen und daher kann ich deren Geschmack nicht beurteilen. Die Portionen waren Sattmacher, was für mich neben der Qualität ein sehr wichtiges Kriterium ist. Dafür bestand die Bedienung aus einigen Studenten, die bei Fertigstellung der Gerichte in ein Mikrophon die Nummer nuschelten, dass es jedem Busfahrer bei der Haltstellendurchsage erbitterte Konkurenz machte: "die 2 (knarz) für (knack)4(rausch)". Trotzdem ist wenigstens ein einmaliger Besuch empfehlenswert, wiederkommen werde ich aber nicht. Obwohl ich Vegetarier und großer Fan von Burgern bin.

1 Kommentar:

  1. Hallo Max, sehr ausführlciher Bericht :)

    Die GemüseMac Seite ist cool, muss ich glaube ich noch mal einen Extrapost zu machen.
    Also bei Gelis Seite MUSS man aber mal was machen, das Menü ist bei mir in zwei Zeilen gerutscht und Comic Sans, das geht gar nicht!!
    Aber das Foto vom Laden gefällt mir sehr gut, daraus könnte man etwas schönes machen. Wann kommt Geli mal nach GE?
    Schöne Grüße nach Berlin
    Marie

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